Teilnahmevoraussetzungen, Gruppenregeln

Teilnahmevoraussetzungen

Selbsthilfe kann eine fundierte Psychotherapie nicht ersetzen.
Wir bieten ausdrücklich kein therapeutisches DBT-Training an, da wir keine professionelle Therapeutische Leitung haben.

Für Betroffene, die nach einer Therapiemöglichkeit suchen, haben wir ein unfassendes Verzeichnis von zertifizierten Kliniken und Therapeuten zusammengestellt, die nach dem DBT-Prinzip arbeiten:
http://www.dbt-shg-duisburg.de/dbt-behandlungsangebote

Unsere Selbsthilfegruppe lebt vom offenen Erfahrungsaustausch und der gegenseitigen Unterstützung, die von DBT-Themen geprägt werden. Im Kern besprechen wir in unserer Gruppe immer wieder Themen der einzelnen Module aus dem DBT-Programm, die wir in der Therapie erlernt haben. Nur so können wir sicherstellen, daß Einzelheiten nach der Therapie nicht wieder in Vergessenheit geraten.

Da unsere Gruppe ohne therapeutische Leitung auskommt und uns DBT-Themen dennoch ein wichtiges Anliegen sind, solltest Du als Interessent bereits stationäre oder ambulante Erfahrungen mit der DBT mitbringen und mit den Grundmodulen Achtsamkeit, Zwischenmenschliche Fertigkeiten, Stresstoleranz, Bewußter Umgang mit Gefühlen sowie Selbstwert vertraut sein.

Gruppenregeln

Der Schutz unserer Teilnehmer ist uns sehr wichtig, deshalb haben wir uns nützliche Gruppenregeln auferlegt, die sich inhaltlich teilweise an den Regeln orientieren, die wir bereits aus der Therapie kennen:

  • Wichtigste Voraussetzungen zur Teilnahme an unserer Selbsthilfegruppe sind Aufrichtigkeit zu sich selbst, die innere Bereitschaft, Selbstverantwortung zu übernehmen und destruktives Verhalten positiv verändern zu wollen.
     
  • Selbsthilfe ist kein Therapieersatz. Jeder ist sich darüber bewusst, dass er die Verantwortung für sich selbst trägt.
     
  • Alle Dinge, die wir in der Gruppe besprechen, verbleiben im Raum und werden nicht an Dritte weiter getragen.
     
  • Wir sprechen in der Gruppe nicht über suizidale, selbst verletzende, traumatische oder gewalttätige Inhalte.
     
  • Jeder bekommt während der Gruppensitzungen gleichberechtigt genügend Raum.
    Wer das Wort ergreift, wird durch andere nicht unterbrochen.
     
  • Beleidigungen, Diskriminierungen und nötigende Äußerungen gehören nicht in die Gruppe.
     
  • Bleibe bei Dir selbst, wenn Du sprichst: benutze die „Ich“‐Form.
     
  • Wir nehmen grundsätzlich keine Bewertungen vor: beispielsweise gibt es keine „richtigen“ oder „falschen“ Gefühle.
     
  • Störungen haben Vorrang: Wer besonders emotional auf bestimmte Themen reagiert oder durch störende Gedanken und Gefühle abgelenkt ist, sollte dies der Gruppe sofort mitteilen.
     
  • Die Teilnahme an der Gruppe unter Alkohol‐oder Drogeneinfluss ist ausgeschlossen.
     
  • Krisenintervention während einer Gruppensitzung:
    Ankündigungen von Suizidabsichten/Eigengefährdung, die durch den Einsatz des Notfallkoffers nicht abgewendet werden können, nehmen wir sehr ernst.
    Wir werden deshalb den diensthabenden Arzt im Haus unterstützend hinzubitten.
    Es ist der Gruppe nicht möglich, die Verantwortung für den Teilnehmer in einer akuten Krise zu tragen.